SEO-Texte schreiben – Schritt-für-Schritt-Anleitung für Selbstständige
Lohnt sich Suchmaschinenoptimierung und SEO-Texte schreiben in Zeiten von KI überhaupt noch? Diese Frage treibt viele Selbstständige um. Fakt ist: Daran führt kein Weg vorbei, wenn du online gefunden werden und Kunden gewinnen willst. Gute SEO-Texte sind die Basis, um von KI-Systemen als Quelle genutzt zu werden.
In dieser Anleitung führe ich dich Schritt für Schritt durch den Prozess, den ich selbst beim Schreiben von SEO-Texten anwende – für mich selbst und für meine Kunden. Die Schritte sind in fünf Phasen gegliedert, damit du jederzeit weißt, wo du stehst und was als Nächstes kommt. Denn ein guter SEO-Text ist kein Keyword-Puzzle, sondern beantwortet echte Fragen von echten Menschen – und genau deshalb rankt ihn Google und nutzen ihn KI-Systeme als Quelle.
Inhaltsverzeichnis (durch Klicken kommst du direkt zum gewählten Abschnitt):
- Phase 1: Strategie – bevor du auch nur ein Wort schreibst
- Phase 2: Schreiben – erst die Struktur, dann der Fließtext
- Phase 3: Optimieren – für Menschen und Suchmaschinen
- Phase 4: Finalisieren & sichtbar machen
- Phase 5: SEO in Zeiten von KI
- Kriterien-Checkliste: Was einen guten SEO-Text ausmacht
- FAQ – häufige Fragen rund um SEO-Texte
- Fazit: So kann’s weitergehen
Dieser Beitrag wurde ursprünglich am 28.07.21 veröffentlicht und zuletzt am 03.06.26 gründlich überarbeitet und um den KI-Aspekt ergänzt.
Phase 1: Strategie – bevor du auch nur ein Wort schreibst
Wenn du diese Phase überspringst, schreibst du ins Leere. Hier entscheidet sich, ob dein Text überhaupt eine Chance hat, gefunden zu werden.
Schritt 1: Klarheit über deine Zielgruppe
„Wer alle ansprechen will, spricht letzten Endes niemanden an.“ So abgelutscht dieser Satz mittlerweile auch ist – er stimmt. Mach dir klar, wen genau du mit deinen Inhalten erreichen willst. Welche Wünsche, Sorgen und Fragen hat diese Person? Was bringt sie nachts um den Schlaf?
Erst wenn du das weißt, kannst du Texte schreiben, die wirklich ankommen.
Nehmen wir an, du bist Ernährungsberaterin. Wer ist deine Zielgruppe?
- Frauen in den Wechseljahren, die mit überschüssigen Kilos zu kämpfen haben?
- Mamas, die ihre Kinder mit gesunder Ernährung in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung fördern wollen?
- Sportler, die Fett abbauen und Muskelmasse aufbauen möchten?
- Menschen mit einer bestimmten Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie?
- Leute, die sich aus ethischen Gründen vegan ernähren wollen?
Du merkst schon: Das Hauptthema ist Ernährung – aber jede der hier genannten Zielgruppen hat andere Wünsche, Anforderungen, Sorgen, Schmerzpunkte etc. und muss deshalb ganz unterschiedlich angesprochen werden.
Schritt 2: Themen & Suchintention bestimmen
Ausgehend von deiner Zielgruppe überlegst du: Welche Fragen stellt sie? Welche Probleme will sie lösen?
Gehen wir davon aus, du möchtest für die Zielgruppe “Frauen in den Wechseljahren, die mit überschüssigen Kilos hadern” regelmäßig bloggen. Mögliche Themen könnten sein:
- Warum das Abnehmen in den Wechseljahren oft nicht klappt
- Welche Nahrungsmittel du während der Wechseljahre meiden solltest
- Das ideale Wechseljahre-Frühstück
- Rezepte für Gerichte, die satt machen, aber nicht dick
- Wie du dich auch im Büro optimal ernähren kannst
- Welche Rolle die Hormone bei den überschüssigen Kilos spielen
Aber Themen allein reichen nicht. Genauso wichtig ist die jeweilige Suchintention – also was jemand wirklich erwartet, wenn er einen bestimmten Begriff bei Google eingibt. Wer „Yogamatte kaufen“ sucht, will keinen Ratgeberartikel. Wer „Yoga für Anfänger“ eingibt, will keinen Onlineshop.
Beispiel Kinderschuhe und Schuhgröße:
Für meine Kundin Verena, sie ist Kinderphysiotherapeutin, sollte ich einen Blogartikel zum Thema »Kinderschuhe« schreiben – ab wann sie getragen werden sollten, dass sie keinesfalls zum Laufenlernen notwendig sind und was gute Schuhe ausmacht.
Bei meiner Recherche und Analyse habe ich herausgefunden, dass die Suchintention beim Keyword »Kinderschuhe« überwiegend eine kommerzielle ist, das bedeutet: Die Leute wollen Schuhe KAUFEN und keinen Ratgeberartikel lesen. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass ihr Interesse an der richtigen Schuhgröße enorm groß ist und so haben wir uns entschieden, den Blogartikel dahingehend aufzuziehen und zu optimieren.

Wie du die Suchintention herausfindest und warum sie das Herzstück jeder SEO-Strategie ist, habe ich in einem eigenen Artikel ausführlich beschrieben: Suchintention und Nutzersignale – das Herzstück deiner SEO-Strategie
Schritt 3: Keyword definieren
Jetzt legst du fest, für welchen Suchbegriff du gefunden werden willst. Das Keyword spiegelt wider, was deine Wunschkunden bei Google eintippen, wenn sie nach einer Lösung für ihr Problem suchen.
Für eine Angebotsseite wäre das oft ein konkreter Begriff wie „Ernährungsberatung Wien“, für einen Blogartikel eher eine Frage oder ein Thema wie „Wechseljahre abnehmen“.

Definiere ein Haupt-Keyword pro Text. Ergänzend kannst du verwandte Longtail-Keywords einbauen, also spezifischere Suchanfragen, die thematisch passen. Google versteht Synonyme und semantische Verwandtschaft heute sehr gut, du musst also nicht sklavisch dieselbe Phrase wiederholen.
Schritt 4: Recherchieren
Mit deinem Keyword im Gepäck startest du die Recherche. Kostenlose Werkzeuge, die du dafür nutzen kannst, sind:
Google Autosuggest: Was schlägt Google vor, sobald du zu tippen beginnst?

„Ähnliche/Weitere Fragen“ in den Suchergebnissen (oberer bis mittlerer Bereich).

„Verwandte Suchanfragen/Wird auch oft gesucht“ ganz unten auf der Ergebnisseite.

AlsoAsked oder AnswerThePublic (Hinweis: Beide bieten heutzutage nur begrenzte kostenlose Abfragen).
PROFI-TIPP 💡
Diese Quellen zeigen dir, was deine Zielgruppe rund um dein Keyword noch beschäftigt und eignen sich oft besonders gut, um sie in Zwischenüberschriften (h2) aufzugreifen.
Schritt 5: Mitbewerb analysieren
Schau dir die ersten ca. fünf Suchergebnisse für dein Keyword genau an. Frag dich:
- Welches Format dominiert – Blogartikel, Checkliste, Video, Angebotsseite?
- Wie umfassend sind die Inhalte?
- Welche Fragen werden beantwortet – und welche nicht?
- Wo gibt es inhaltliche Lücken, die du füllen kannst?
Dein Ziel dabei ist, es anders oder besser zu machen. Oder einen Aspekt zu finden, den die anderen noch nicht beleuchtet haben.
Phase 2: Schreiben – erst die Struktur, dann der Fließtext
Ich weiß: Es ist verlockend, sofort drauflos zu tippen. Trotzdem ist es sinnvoller, wenn du zuerst das Gerüst baust und dann die Lücken füllst.
Schritt 6: Das Gerüst – Zwischenüberschriften h2 und h3
Bevor du auch nur einen einzigen Satz Fließtext schreibst, baust du die Struktur deines Artikels. Das heißt: Du legst die Zwischenüberschriften fest, also die h2- und h3-Ebenen.
So behältst du den Überblick, vermeidest inhaltliche Sprünge und schaffst eine übersichtliche Struktur (das mögen deine Leser genauso gern wie Google. weil sie dadurch von Anfang an wissen, was sie erwartet).
Das Recherche-Material aus Phase 1 liefert dir dafür den besten Rohstoff. Die „Ähnlichen Fragen“ und „Verwandten Suchanfragen“ aus Schritt 4 eignen sich oft direkt als Zwischenüberschriften.
Schritt 7: Headline – die h1
Jede Seite deiner Website – ob Blogartikel, Startseite oder Angebotsseite – hat genau EINE h1. Sie ist die Hauptüberschrift und sagt sowohl deinen Lesern als auch Google, was auf dieser Seite zu erwarten ist.
Dein in Schritt 3 definiertes Haupt-Keyword gehört unbedingt in die h1 und zwar möglichst weit vorne. Die h1 dieses Artikels lautet „SEO-Texte schreiben – Schritt-für-Schritt-Anleitung für Selbstständige“: Das Keyword steht an erster Stelle, der Rest hinter dem Gedankenstrich erklärt, worum es sich genau handelt und für wen.
Eine gute Headline ist kein Wortspiel und kein Rätsel, sondern ein klares Versprechen, was den Leser erwartet.
Schritt 8: Fließtext
Jetzt geht’s ans Eingemachte: Du füllst das Gerüst mit Leben. Qualität geht hier klar vor Quantität – schreib so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.
Was die Textlänge angeht: Vergiss pauschale Richtwerte wie „mindestens 1.500 Wörter“. Die richtige Länge ergibt sich aus der Suchintention. Eine Checkliste darf kurz sein. Ein umfassender Ratgeber darf lang sein. Entscheidend ist, ob du die Fragen deiner Leser wirklich beantwortest – nicht, ob du eine bestimmte Wortzahl erreichst.
Achte beim Schreiben auf Übersichtlichkeit: Ein Gedanke pro Absatz, maximal 150 Wörter pro Absatz, nach spätestens 300 Wörtern eine neue Zwischenüberschrift.
Schritt 9: In der Sprache deiner Leser schreiben
Wie du in der Schule gelernt hast zu schreiben darfst du guten Gewissens in die Schublade packen. Schreib lieber so, wie deine Wunschkunden sprechen. Damit sorgst du dafür, dass dein Text auch wirklich gelesen – und nicht gleich wieder weggeklickt – wird. Das bedeutet konkret:
- Verwende Begriffe, die deine Zielgruppe selbst benutzt – nicht die, die du als Expertin für korrekt hältst
- Sprich deine Leser direkt an – „du“ statt „man“
- Aktiv statt passiv: „Ich beantworte deine Anfrage“ statt „Deine Anfrage wird beantwortet“
- Verben statt Substantive: „analysieren“ statt „die Durchführung einer Analyse“
Mehr dazu – inklusive konkreter Beispiele – findest du in meinem Artikel Texten fürs Web – 11 Tipps für gute Online-Texte.
Phase 3: Optimieren – für Menschen und Suchmaschinen
Nachdem du die Schreibphase abgeschlossen hast, machst du deinen Text sowohl für Leser als auch für Google richtig stark.
Schritt 10: Interne und externe Verlinkungen
Stell dir das Internet wie ein riesiges Spinnennetz vor: Sinnvolle Verlinkungen stärken deine Webpräsenz und führen deine Leser zu weiteren hilfreichen Inhalten.
Interne Links – also Links zu anderen Seiten auf deiner eigenen Website – helfen Google, deine Inhalte einzuordnen und zu verstehen, wie sie zusammenhängen. Gleichzeitig hältst du deine Leser länger auf deiner Seite, was sich positiv auf deine Nutzersignale auswirkt.
Externe Links – also Links zu fremden Inhalten – zeigen, dass du vernetzt denkst und deinen Lesern weiterhilfst, auch wenn das bedeutet, sie kurz von deiner Seite wegzuschicken.
PROFI-TIPP 💡
Stelle externe Links in deinem CMS so ein, dass sie in einem neuen Tab öffnen. So bleibt deine Seite im Hintergrund geöffnet und deine Leser finden ohne Umweg wieder zu dir zurück. Öffnet ein externer Link im selben Fenster, ist die Gefahr groß, dass sie nicht mehr auf deine Seite zurückkommen.
Beide Arten von Links sollten immer relevant, aktuell und hilfreich sein. Verlinke nicht um des Verlinkens willen.
Schritt 11: Bilder und Grafiken SEO-optimiert einsetzen
Google kann Bilder nicht sehen, sondern liest sie. Deshalb brauchst du zwei Dinge:
1) Einen sinnvollen Dateinamen, den du bereits VOR dem Hochladen in dein CMS vergibst: Statt „IMG_4782.jpg“ lieber „ernaehrungsberatung-wechseljahre.jpg“ – das Keyword platzierst du möglichst weit vorne, Umlaute schreibst du aus.
2) Einen ALT-Text für jedes Bild. Das ist der Alternativtext, der erscheint, wenn ein Bild nicht geladen werden kann, und auf den Screenreader für sehbeeinträchtigte Menschen zugreifen. Bau auch hier dein Keyword sinnvoll ein.
Schritt 12: Call-to-Action (CTA)
Jeder Text braucht eine klare Handlungsaufforderung. Sag deinen Lesern, was sie als Nächstes tun sollen – ob das ein Erstgespräch buchen, ein Freebie downloaden oder das Lesen eines anderen Artikels ist.
Je nach Länge deines Textes kannst du ruhig mehrmals einen CTA platzieren. Nicht aufdringlich, aber durchaus präsent.
Schritt 13: URL / Permalink
Jede URL existiert nur einmal. Die URL jeder einzelnen Seite – ob Blogartikel, Angebotsseite oder Landingpage – ist ihre spezifische Adresse im Netz. Halte sie kurz, prägnant und platziere dein Keyword möglichst weit vorne. So kann Google einordnen, worum es auf der Seite geht.
Die URL dieses Artikels lautet zum Beispiel https://communi-care.at/seo-texte-schreiben – für Google ist auf den ersten Blick klar, worum es hier geht.
Schritt 14: Snippet – Metatitel und Metabeschreibung
Das Snippet ist das, was in den Google-Suchergebnissen zu sehen ist – also das, was jemanden zum Klicken bringen soll, bevor er auch nur eine Zeile deines Textes gelesen hat.
Es besteht aus drei Elementen: URL, Metatitel und Metabeschreibung. Für den Metatitel hast du am Desktop rund 50-60 Zeichen, für die Metabeschreibung maximal 150 bis 160 – Google misst in Pixel und ein schmales “i” braucht weniger Platz als ein breites “m”, aber das sind gute Richtwerte.
Gestalte dein Snippet wie eine kleine Werbeanzeige: Was ist das Versprechen? Warum sollte jemand auf deine Seite klicken und nicht auf die der anderen? Ein gutes Snippet ist oft der erste Schritt, damit du mit deinen SEO-Texten online gefunden wirst.
Wichtig: Versprich nur, was auf der Zielseite auch eingehalten wird. Wer enttäuscht wird, springt sofort ab – und das registriert Google als negatives Nutzersignal.

Schritt 15: Visuelle Gestaltung und Lesbarkeit
Ein Text, der inhaltlich stark ist, aber optisch überfordert – keine Struktur, schwer lesbare Schriftart, kaum Kontrast – wird nicht gelesen. Punkt.
Achte auf ausreichend Weißraum, eine lesefreundliche Schriftgröße und genug visuelle Ankerpunkte wie beispielsweise Zwischenüberschriften, Aufzählungspunkte und Infokästen. Jemand, der den Artikel nur scannt, soll auf jeden Fall die wichtigsten Botschaften mitnehmen können.
Alles rund um Typografie, Schriftgröße, Zeilenabstand und Co. habe ich ausführlich im Artikel Texten fürs Web – 11 Tipps für gute Online-Texte zusammengefasst.
Die good news sind: Was du in diesen ersten drei Phasen aufbaust – klare Struktur, relevante Inhalte, saubere Optimierung – kommt nicht nur Google zugute, sondern auch KI-Systemen. Denn sie lesen und bewerten dieselben Signale. Mehr dazu in Phase 5.
Phase 4: Finalisieren & sichtbar machen
Dieser letzte Schritt vor dem Veröffentlichen entscheidet oft darüber, ob dein Text professionell wirkt – oder eben nicht.
Schritt 16: Feintuning & Korrekturlesen
Mein persönlicher Tipp, den ich selbst konsequent befolge: Schlaf eine Nacht drüber, bevor du dich an den Feinschliff machst und korrekturliest. Dann hast du den nötigen Abstand und siehst Dinge, die du direkt nach dem Schreiben schlicht übersehen würdest – einen holprigen Satz oder einen nicht nachvollziehbaren Gedankensprung.
Lies den Text am besten laut. Was sich beim Sprechen unnatürlich anfühlt, liest sich auch holprig.
Schritt 17: E-E-A-T – zeig, wer du bist
E-E-A-T steht für Experience (Erfahrung), Expertise (Fachwissen), Authoritativeness (Autorität) und Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit). Anhand dieser Kriterien bewertet Google, ob du als Autor(in) wirklich weißt, wovon du sprichst.
Für Selbstständige bedeutet das konkret:
- Bring deine eigene Erfahrung in deine Texte ein, z. B. mit konkreten Beispielen aus deiner Arbeitspraxis, statt Themen nur theoretisch aufzubereiten
- Nenn deinen Namen und zeig dein Gesicht – eine Autorenbox mit kurzer Bio und Foto am Ende eines Blogartikels stärkt das Vertrauen spürbar
- Verlinke auf weiterführende, seriöse Quellen, wo es Sinn macht
- Bleib konsistent: Wenn du regelmäßig hochwertigen Content zu deinem Thema veröffentlichst, baust du über die Zeit Autorität auf – bei Google und bei deinen Lesern
E-E-A-T entsteht, wenn du konsequent guten Content erstellst – und dabei erkennbar du selbst bleibst.
Schritt 18: Promote deinen SEO-Text
Du hast den Veröffentlichen-Button gedrückt – herzlichen Glückwunsch! 🥳 Aber damit ist es noch nicht getan. Ein guter Text, den niemand sieht, ist wie ein Feuerwerk, das “absäuft”, statt seine volle Pracht am Himmel zu entfalten.
Gib deinem Artikel den Boost, den er verdient:
- Weise in deinem Newsletter darauf hin
- Bereite mehrere Inhaltshäppchen für Social Media auf – ein Artikel liefert Stoff für mehrere Postings
- Teile ihn in relevanten Gruppen oder Communities, wo deine Zielgruppe unterwegs ist (Achtung: Gruppenregeln beachten!)
- Erstelle Pins für Pinterest
- Poste den Artikel als Neuigkeit in deinem Google Business Profil
Phase 5: SEO in Zeiten von KI – was sich wirklich verändert hat und was bleibt
KI hat unser Suchverhalten massiv verändert. Ich merke das an mir selbst und kann mir vorstellen, dass es dir ähnlich geht.
Seit KI-gestützte Suchergebnisse – allen voran Googles AI Overviews – auf dem Vormarsch sind, geistert eine Frage durch die Köpfe vieler Selbstständiger: Bringt SEO überhaupt noch etwas, wenn Google, ChatGPT, Claude und Co die Antwort gleich selbst liefert?
Die kurze Antwort: Ja.
Aber: Der Kontext hat sich verschoben.
Wie die KI-Suche funktioniert – in aller Kürze
AI Overviews – also die KI-generierten Zusammenfassungen, die Google zunehmend ganz oben in den Suchergebnissen ausspielt – greifen auf bestehende Inhalte zurück. Sie zitieren, fassen zusammen und verweisen. Dabei bevorzugen KI-Systeme Inhalte, die klar strukturiert sind, die Suchintention präzise treffen und klar erkennbar von einer Expertin stammen – also genau das, was du in den Phasen 1 bis 4 aufgebaut hast.
Deshalb war guter SEO-Content auch noch nie so wichtig wie jetzt. Er ist die Grundlage, auf der KI-Systeme arbeiten.
Gewinner und Verlierer durch die KI-Suche
Der Traffic-Mix verschiebt sich. Für einfache, eindeutige Suchanfragen liefern Googles AI und KI-Systeme die Antwort direkt – ohne Klick auf deine Seite. Wer zum Beispiel wissen will „Wie viele Wörter hat ein Tweet?“, bekommt die Antwort sofort eingeblendet: 280 Zeichen. Und hat damit keine Motivation mehr, irgendwo weiterzuklicken.
Das bedeutet: Inhalte, die nur oberflächliche Informationen wiederholen oder einfache Fakten aufbereiten, verlieren zunehmend an Reichweite.
Gewinner sind Beiträge, die in die Tiefe gehen, Haltung zeigen und Persönlichkeit transportieren.
Ein Text, bei dem deine Erfahrung und Expertise spürbar ist und der auch noch widerspiegelt, wer du bist und wie du tickst – den kann keine KI replizieren.
Weil die KI nicht um die dringlichsten Bedürfnisse deiner Kundin weiß, die sie dir in einer Sprachnachricht anvertraut hat. Weil die KI nicht die Stimmung bei eurem letzten Zoom-Call nachfühlen kann. Weil die KI die feinen Nuancen zwischen den Zeilen nicht herauslesen kann.
Was das für deine Texte bedeutet
- Schreib nicht für Suchmaschinen (das galt immer schon!) und KI-Systeme, sondern für Menschen mit einem konkreten Problem, das du aus eigener Erfahrung kennst.
- Oberflächliche Überblicksartikel haben es schwerer – spezifische, tiefe Inhalte mit echtem Mehrwert gewinnen.
- Deine Persönlichkeit inklusive Werte und Haltung, deine Schreibstimme und deine Erfahrung sind dein stärkster SEO-Hebel.
- E-E-A-T wird noch wichtiger, weil KI-Systeme genau diese Signale bevorzugen.
Dein unschlagbarer Vorteil gegenüber KI
Du weißt, was deine Kunden nachts wach hält. Weil du ihnen aufmerksam zuhörst, nachhakst und auch ein Gespür für das Ungesagte hast. Genau das ist die Basis für Content, der Menschen wirklich erreicht und berührt. Und das war schon immer so, nicht erst, seit KI auf der Bildfläche erschienen ist.
Kriterien-Checkliste: Was einen guten SEO-Text ausmacht
Zum Abschluss nochmal auf einen Blick, was einen wirkungsvollen SEO-Text ausmacht:
✅ Zielgruppe & Suchintention: Du weißt, wen du ansprechen willst und was diese Person von deinem Text erwartet.
✅ Ein Haupt-Keyword: Du hast ein klares Keyword definiert und es sinnvoll eingebaut – in h1, URL, erstem Absatz, einigen h2s und im Fließtext. Ergänzt durch verwandte Longtail-Keywords und Synonyme, wo sie natürlich passen.
✅ Kein Keyword-Stuffing: Dein Keyword kommt so oft vor, wie es sich natürlich ergibt (und nicht öfter!).
✅ Struktur & Lesbarkeit: Dein Text hat ein klares Gerüst, ausreichend Weißraum, visuelle Ankerpunkte und alles, was ihn gut scann- und lesbar macht.
✅ Unique Content: Dein Text ist einzigartig, bietet echten Mehrwert und deckt die Suchintention deiner Zielgruppe ab.
✅ E-E-A-T: Du schreibst aus eigener Erfahrung, zeigst wer du bist und bleibst dabei erkennbar du selbst.
✅ Technische Basics: URL, Snippet, Bilder und interne Verlinkungen sind optimiert.
✅ CTA: Dein Text endet nicht einfach, sondern führt deine Leser zum nächsten Schritt.
✅ Promotion: Du machst deinen Text nach der Veröffentlichung aktiv sichtbar.
FAQ – häufige Fragen rund um SEO-Texte
Kann man einen Text im Nachhinein optimieren?
Ja – und das lohnt sich sogar ausdrücklich. Bestehende Artikel zu aktualisieren und zu verbessern ist eine der effektivsten SEO-Maßnahmen überhaupt. Wichtig dabei: Es geht nicht darum, nachträglich einfach das Keyword öfter einzustreuen. Entscheidend ist, ob dein Text die Suchintention deiner Zielgruppe immer noch trifft und ob er inhaltlich auf dem aktuellen Stand ist.
Wie lange muss ein SEO-Text sein?
So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Die richtige Länge ergibt sich aus der Suchintention: Eine Checkliste ist naturgemäß eher kurz, ein umfassender Ratgeber darf lang sein. Pauschale Richtwerte wie „mindestens 1.500 Wörter“ sind überholt – was zählt, ist, ob du die Fragen deiner Leser wirklich beantwortest.
Wie sollte ein SEO-Text aufgebaut sein?
Online lesen wir anders als offline – wir scannen und überfliegen, anstatt Wort für Wort zu lesen. Starte deshalb mit der Kernaussage, liefere dann die wichtigsten Informationen und ergänze Hintergründe am Schluss. Zwischenüberschriften sind dabei deine wichtigsten Verbündeten: Sie fangen die Aufmerksamkeit deiner Leser immer wieder ein. Auch die der Scanner.
Lohnt sich SEO in Zeiten von KI überhaupt noch?
Ja, aber der Fokus verschiebt sich. Oberflächliche Inhalte verlieren an Reichweite, tiefe und persönliche Inhalte gewinnen. Wer aus echter Erfahrung schreibt, eine klare Haltung zeigt und seine Zielgruppe wirklich kennt, hat einen Vorteil, den kein KI-Tool replizieren kann. SEO und KI schließen sich nicht aus – sie bedingen einander.
Fazit: So kann’s weitergehen
Du hast jetzt das komplette Handwerkszeug, um SEO-Texte zu schreiben, die gefunden und gelesen werden.
Vielleicht hast du beim Lesen aber auch festgestellt: “Puh, das ist ganz schön viel auf einmal! 😅 Kann und will ich das überhaupt alleine stemmen?”
Wenn du an diesem Punkt stehst, buch dir gern ein kostenloses Erstgespräch und wir schauen gemeinsam, wo du gerade stehst, was du brauchst und wie ich dir dabei helfen kann.
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