24262
post-template-default,single,single-post,postid-24262,single-format-standard,stockholm-core-2.3,select-child-theme-ver-1.0.0,select-theme-ver-8.9,ajax_fade,page_not_loaded,,qode_menu_,wpb-js-composer js-comp-ver-6.6.0,vc_responsive

Wenn dich die Schilddrüse ausbremst – Interview mit Hormondetektivin Giesela Landwehr

Giesela Landwehr hilft Menschen mit Schilddrüsenproblemen

Wenn dich die Schilddrüse ausbremst – Interview mit Hormondetektivin Giesela Landwehr

Sie ist selbst eine Zeit lang aufgrund ihrer Schilddrüsenunterfunktion mit »Watte im Kopf« durchs Leben gegangen – müde, abgeschlagen, mit Konzentrationsproblemen und Muskelschmerzen. Heute hilft Hormondetektivin Giesela Landwehr anderen Betroffenen dabei, wieder Energie und Freude in ihren Alltag zu bringen.

 

Giesela hat Agrarwissenschaften studiert und arbeitet seit vielen Jahren im Tierernährungsbereich. Von daher weiß sie, wieviel Positives man alleine schon mit pflanzlichen Hilfsmitteln und insgesamt mit der Ernährung erreichen kann. Und genau dieses Know-how und ihre umfangreichen Erkenntnisse setzt Giesela nun in ihrem eigenen Business für ihre Kunden ein.

 

Ist die Schilddrüsenunterfunktion etwas, was dich schon dein Leben lang begleitet oder hat dich die Krankheit irgendwann ereilt?

 

Ich behaupte mal, dass das schleichend gekommen ist. Die endgültige Diagnose habe ich 2016 erhalten, das ist noch gar nicht so lange her. Und spannenderweise bin ich über eine Optikerin draufgekommen.

 

Ich habe auf Instagram einen Post von dir entdeckt, der sich um unscharfes Sehen dreht und dachte: Spannend – ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das mit der Schilddrüse zusammenhängen könnte …

 

Ich auch nicht, aber es war tatsächlich so, dass ich ein Auf und Ab beim Sehen hatte. Mal konnte ich super scharf sehen und dann wieder so gar nicht. Der Augenarzt hat immer gesagt, alles sei in Ordnung, wir können eine Brille machen, aber eigentlich bräuchte ich noch keine. 

Irgendwann hat’s mir gereicht. Ich war abends immer müde, weil ich viel am Computer arbeite und das anstrengend ist. Ich wollte wieder Lebensqualität haben und hab mir quasi selbst eine Brille verschrieben.

 

Und damit war dein Problem mit dem Unscharf-Sehen gelöst?

 

Leider nicht. An manchen Tagen verschwamm plötzlich mit der Brille alles vor meinen Augen und ich hab ohne Brille besser gesehen als mit. Dann wollte ich mir von der Optikerin eine neue Brille anfertigen lassen, aber sie meinte, bevor sie mir jetzt neue Gläser verkauft, solle ich doch bitte mehrere Dinge abtesten lassen – unter anderem die Schilddrüse. Daraufhin bin ich zu meinem Hausarzt gegangen und hab das testen lassen. Und – voilà, da war tatsächlich was im Argen.

 

 

Hier kannst du Giesela im Wordrap erleben:

Wie ging’s dann weiter?

 

Es ging los wie bei jedem anderen auch: Man kriegt Tabletten und tastet sich an die richtige Dosierung ran. Aber ich hab gemerkt, dass es mir auf Dauer nicht wirklich besser ging. Okay, erst war ich ein bisschen fitter, aber trotzdem hatte ich Mühe, bis abends um acht wach zu sein. Alle haben gesagt: »Giesela du arbeitest, hast Familie, da ist das so, das muss man halt hinnehmen.« Dann eben auch dieses Hin und Her punkto Sehen und die Muskeln taten weh und diese ganze Palette.

Ich hatte trotz der verschriebenen Tabletten Mühe, bis abends um acht wach zu sein. Alle haben gesagt, das ist normal, ich sei jetzt 40, da fängt das an und bleibt jetzt so. Und ich dachte: »Hallo?! Ich bin ERST 40 und nicht SCHON 40!«

Giesela Landwehr

Erzähl bitte »diese ganze Palette« – waren das Symptome wie Müdigkeit, Watte im Kopf, Konzentrations- und Merkschwierigkeiten, Übergewicht, unscharfes Sehen, Muskelschmerzen, Haarausfall?

 

Bis auf das Übergewicht – ja. Aber gut, ich ernähre mich schon immer eher intuitiv und hab generell wenig Probleme mit meinem Gewicht. Letztendlich habe ich die anderen Symptome alle gehabt. Wenn man von einem zum nächsten Arzt kommt und alle sagen: »Ja, ist doch super eingestellt, alles prima und die Tabletten nehmen Sie jetzt bis zu Ihrem Lebensende« … Also ich hab dann gedacht: Ich seh das eigentlich nicht so – das kann’s doch nicht sein!?

 

Mit der Optikerin hast du ja einen Glückstreffer gelandet, denn dass die empfiehlt, mal die Schilddrüse checken zu lassen, würde ich nicht unbedingt erwarten.

 

Stimmt. Sie hätte mir auch einfach neue Gläser verkaufen können.

 

Du meintest vorhin »… von einem zum nächsten Arzt« – welche Ärzte hast du zusätzlich zu deinem Hausarzt konsultiert?

 

Ich bin auch beim Endokrinologen und beim Frauenarzt gewesen und alle haben gesagt, das ist normal in meinem Alter – ich war damals Anfang 40 –, das ist eben so und bleibt so. Da hab ich für mich entschieden: Das kann doch nicht so sein – ich bin ERST 40 und nicht SCHON 40! Ich wollte das nicht einfach hinnehmen und akzeptieren. Und letztendlich war das auch mein Glück würde ich sagen.

 

Und dann hast du beschlossen, dein Wissen aus dem Tierernährungsbereich und die Erkenntnisse, die du daraus in all den Jahren gewonnen hast, auf dich selbst umzulegen?

 

Genau.

 

Wie bist du da rangegangen, was waren deine ersten Schritte?

 

Wenn man eine Schilddrüsenunterfunktion hat, muss man gewisse Nährstoffe ergänzen, das ist aber bei jedem Menschen unterschiedlich. Ich habe damit angefangen, mal einen Nährstoff zu ergänzen und habe sofort gemerkt, dass es mir deutlich besser geht. Als Nächstes hat sich gezeigt, dass ich bei Vitamin D ein riesiges Defizit habe – das aufzufüllen, hat nochmal einen Schub gegeben. Mit jedem Schritt, den ich gegangen bin, habe ich festgestellt: Das wird hier besser … noch besser … noch besser.

 

Du propagierst also gar keine bestimmte Ernährungsweise oder Nahrungsmittel, die man strikt meiden sollte?

 

Nein, ich bin nicht »Du musst glutenfrei, laktosefrei, zuckerfrei essen« unterwegs. Nebenbei gesagt ist das auch nicht unbedingt alles gut für die Schilddrüse. Es hilft teilweise, weil manche eine andere Problematik im Körper haben, die da quasi zweitrangig reinspielt. Als Beispiel: Gibt es Probleme im Darm und man lässt »Störfaktoren« wie Gluten weg, hilft das, man fühlt sich besser. Aber aus meiner Sicht hat das nichts mit der Schilddrüse zu tun, denn das eigentliche Problem hat man damit nicht gelöst.

Das wäre so, als ob man bei einem Fahrradreifen das Leck nicht repariert, sondern immer wieder Luft nachpumpt – das eigentliche Problem hat man damit nicht gelöst.

Giesela Landwehr

Wie gehst du stattdessen an die Sache ran?

 

Ich habe den Vorteil, dass ich das zu Hause schön diskutieren kann – mein Mann ist auch Agraringenieur und arbeitet wie ich im Tierernährungsbereich. Zum Beispiel das Thema Dosierungen: Die einen sind überzeugt, viel hilft viel, die anderen sagen »Um Gottes Willen!«. Mein Credo ist: Dazwischen findet sich die Wahrheit. Es ist nicht das eine oder das andere, sondern die Mischung macht’s.

 

Wahrscheinlich ist das außerdem individuell sehr unterschiedlich, weil jeder Körper anders funktioniert und sich jeder Mensch in einer anderen Lebenssituation, einem anderen Umfeld und Alltag befindet. Ich nehme an, all das spielt eine Rolle, oder?

 

Genau. Wie bei anderen Erkrankungen auch muss man regelmäßig Medikamente nehmen und die ziehen Nährstoffe. Wenn ich weiß, okay, wenn ich Medikament X nehme, muss ich gewisse Nährstoffe ergänzen. Das ist ein sehr komplexes Thema und ich bin dankbar, dass ich das mit meinem Mann rauf und runter diskutieren kann.

 

Hast du außer Ernährung noch was anderes gemacht, um dir zu helfen?

 

Ich habe meinen Stresspegel reduziert, indem ich die Arbeitsstunden in meinem Hauptberuf drastisch runtergefahren habe. Und Stress ist hinsichtlich Schilddrüse schon auch ein ganz wichtiger Faktor.

 

Wann und warum hast du beschlossen, dich (vorerst nebenberuflich) selbstständig zu machen und die Hormondetektivin ins Leben zu rufen?

 

Die Idee kam letztes Frühjahr. Da habe ich für mich die letzten Puzzlesteine zusammengesetzt und konnte schlussendlich meine Tabletten absetzen. Ich war bereit und habe mich so unsagbar viel besser gefühlt und gedacht: Das muss irgendwie raus in die Welt – damit kann ich Gutes tun! Denn wenn man sich mit anderen unterhält stellt man fest, dass unwahrscheinlich viele Menschen Probleme mit der Schilddrüse haben oder hatten.

Fast jeder Zweite hat schon mal irgendwie irgendwas mit der Schilddrüse gehabt oder aktuell ein Problem damit.

Giesela Landwehr

Hormondetektivin Giesela Landwehr

Verstehe ich es richtig, dass du heute ohne Tabletten leben kannst?

 

Ja, das ist richtig. Ich habe mich mit meinem Arzt abgestimmt und auch der Endokrinologe hat nochmal alles abgecheckt und bestätigt, dass ich die Tabletten nicht mehr brauche.

 

Das heißt: Ein ärztlicher Check ist durchaus wichtig?

 

Auf jeden Fall! Tabletten eigenmächtig abzusetzen – das kann ganz schön nach hinten losgehen.

 

Deine Dreh- und Angelpunkte in Sachen Gesundheit sind also in erster Linie Ernährung und Stressreduktion – wie oder wo tankst du Energie?

 

Ich bin auf einem Bauernhof direkt an der Küste Ostfrieslands aufgewachsen und bin von daher eigentlich ein Wassermensch. Jetzt lebe ich mit meiner Familie südlich von Bremen und hier fehlt mir das Meer ein bisschen. Aber ich finde den Wald mega toll, er ist eine Art Kraftquelle für mich. Wenn ich die Seele baumeln lassen möchte, gehe ich mit meinem Pony in den Wald. Die Luft ist herrlich und … ja, es ist einfach ein Traum.

Es ist wichtig, die Signale des eigenen Körpers verstehen zu lernen und sie richtig zu interpretieren.

Giesela Landwehr

Mit diesem idyllischen Bild von dir und deinem Pony im Wald möchte ich gerne abschließen. Vielen Dank fürs Erzählen deiner Geschichte Giesela! Gibt es noch etwas, das dir wichtig ist und du den Lesern mitgeben möchtest?

 

Ich sehe immer wieder, dass die Leute sich sehr kasteien und versuchen, stur eine bestimmte Ernährungsform einzuhalten. Das würde mich sehr belasten und wäre ein Dauerstress, der schlussendlich auch wieder kontraproduktiv ist. Für mich ist es ein großes Stück Freiheit, mich essenstechnisch nicht einschränken zu müssen und essen zu können, worauf ich Lust habe. Ich bin glücklich, dass ich es hinbekomme, alles alltagstauglich zu gestalten. Die Grundlage dafür ist, die Signale des eigenen Körpers verstehen zu lernen und sie richtig zu interpretieren. Und genau das gebe ich an meine Kundinnen und Kunden weiter, sowohl in der 1:1 Arbeit als auch in meinem Kurs.

Detaillierte Infos zu Gieselas Angebot findest du auf ihrer Website www.hormondetektivin.com – am besten abonnierst du ihren Newsletter, um keine Infos zu verpassen. Hier kommst du zu Gieselas Facebook-Seite und ihrem Instagram-Account.

»Webtexte mit WOW-Effekt« – Checkliste mit 25 Tipps & Ideen für Webtexte (für deine Website und Blogartikel), die Besucher UND Suchmaschinen begeistern!

Nach dem Download der Checkliste erhältst du auch meinen Newsletter, den ich zwei bis vier Mal pro Monat versende. Davon kannst du dich jederzeit mit einem einfachen Klick abmelden.


Tags:
No Comments

Schreibe einen Kommentar

Durch die weitere Nutzung der Website stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen